
Über fehlenden historischen Nachlass kann sich das fast
800 Jahre alte "Kamjenc" - aus dem Slawischen für "Ort am
Stein" - nicht beklagen. 1225 erstmalig erwähnt, gelangte es
schon im Mittelalter zu Reichtum und Unabhängigkeit. Dies
ist vor allem der Lage an der königlichen Handelsstraße "Via
Regia" und der Mitgliedschaft im 1346 zusammen mit Bautzen,
Löbau, Zittau, Görlitz und Lauban (polnisch Luban) gegründeten
Oberlausitzer Sechsstädtebund zu verdanken.
Die klassizistische Innenstadt symbolisiert noch heute den
bürgerlichen Stolz der Kamenzer. Das Rathaus im Stil der italienischen
Neo-Renaissance erhebt sich majestätisch über den
roten Ziegeldächern am Marktplatz und ist Mittelpunkt des
Architektur-Ensembles.
Flanieren Sie im Arkadengang der Fleischbänke, schlüpfen Sie
wie einst die Mönche durch das Klostertor, erkunden Sie das
Geheimnis der alten Stadtmauer, den Pichschuppen oder die
Geschichte des Roten Turms.
Vergessen sind die verheerenden Stadtbrände, von denen
heute noch ein Gemälde am »Feuerhaus« zeugt.
Sind die Füße pflastermüde, erleben Sie die Historie hautnah
in der stadtgeschichtlichen Ausstellung im Malzhaus oder
dem Museum der Westlausitz, wo auch die Kultur- und Naturgeschichte
der ganzen Region zu erfahren ist.
800 Jahre alte "Kamjenc" - aus dem Slawischen für "Ort am
Stein" - nicht beklagen. 1225 erstmalig erwähnt, gelangte es
schon im Mittelalter zu Reichtum und Unabhängigkeit. Dies
ist vor allem der Lage an der königlichen Handelsstraße "Via
Regia" und der Mitgliedschaft im 1346 zusammen mit Bautzen,
Löbau, Zittau, Görlitz und Lauban (polnisch Luban) gegründeten
Oberlausitzer Sechsstädtebund zu verdanken.
Die klassizistische Innenstadt symbolisiert noch heute den
bürgerlichen Stolz der Kamenzer. Das Rathaus im Stil der italienischen
Neo-Renaissance erhebt sich majestätisch über den
roten Ziegeldächern am Marktplatz und ist Mittelpunkt des
Architektur-Ensembles.
Flanieren Sie im Arkadengang der Fleischbänke, schlüpfen Sie
wie einst die Mönche durch das Klostertor, erkunden Sie das
Geheimnis der alten Stadtmauer, den Pichschuppen oder die
Geschichte des Roten Turms.
Vergessen sind die verheerenden Stadtbrände, von denen
heute noch ein Gemälde am »Feuerhaus« zeugt.
Sind die Füße pflastermüde, erleben Sie die Historie hautnah
in der stadtgeschichtlichen Ausstellung im Malzhaus oder
dem Museum der Westlausitz, wo auch die Kultur- und Naturgeschichte
der ganzen Region zu erfahren ist.
ZEITTAFEL
Um 1190
Bernhard von Vesta beginnt mit der Anlage von Kamenz
Um 1215
unter Bernhard II. Neuaufbau und Stadterweiterung
1225
erste Erwähnung von Kamenz als "oppidum" in einer Urkunde vom 19. Mai
1346
Gründung des Oberlausitzer Sechsstädtebundes, gemeinsam mit den Städten Bautzen, Löbau, Zittau, Görlitz und Lauban
1421-1434
Hussiten fallen wiederholt grausam über Städte der Oberlausitz her und hinterlassen schlimme Verwüstungen, auch Kamenz wird 1429 erobert
1521
Erwähnung des "Schülerbüschleins" im Kamenzer Forst, wahrscheinlich Ursprung des Forstfestes
1547
im sogenannten Pönfall verlieren die sechs Städte des Oberlausitzer Sechsstädtebundes alle ihre Privilegien an den Kaiser und hatten außerdem hohe Strafgelder zu entrichten
1618-1648
der Dreißigjährige Krieg bringt wiederholt schwere Lasten für die Oberlausitz
1620
Kamenz unterwirft sich dem Sächsischen Kurfürsten Johann Georg I.
1635
nach dem Prager Friedensvertrag wird die Oberlausitz von der böhmischen Krone an Sachsen unter Kurfürst Johann Georg I. verpfändet
1679/1680
während einer Pestepidemie sterben ca. 1.500 Kamenzer Bürger
1707
großer Stadtbrand
1729
am 22. Januar wird Gotthold Ephraim Lessing in Kamenz geboren
1835
Abbruch der Stadtbefestigung
1842
verheerender Stadtbrand
1871
Eröffnung der Eisenbahnverbindung Kamenz - Radeberg
1875
Kamenz wird Sitz einer Amtshauptmannschaft
um 1900
Entwicklung der Tonindustrie, Gründung von Maschinenfabriken
1944
Errichtung eines Zwangsarbeiter- bzw. KZ-Lagers im Kamenzer Herrental
Hier finden Sie weitere Informationen zu dieser Thematik
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1945
Am 7. Mai erfolgt die kampflose Übergabe der Stadt an die Rote Armee.
1989
Ende Oktober - Friedensgebet in der Klosterkirche
2000
Stadtjubiläum 775 Jahre Kamenz

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